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Functional Training - was ist das eigentlich?

02 Jun. 2017

Wir rannten um zu überleben, kletterten um Nahrung zu sammeln, und liefen um uns fortzubewegen. Und heute? Funktionelles Training beschäftigt sich allgemein betrachtet mit der ganzheitlichen Ausbildung und Verbesserung aller funktionalen Bewegungen und ist somit eine Grundlage sportlicher Leistungsfähigkeit und aktiver Verletzungsprophylaxe.

Wir haben in den letzten Jahren immer wieder über funktionale Trainingseinheiten als Ergänzung unserer Wind,- und Kitesurfunterrichts gesprochen und in Form von Beach Workouts versucht bestimmte funktionelle Aspekte in unser Programm mit einfließen zu lassen. 

Die Nachfrage und das Interesse unserer Gäste an diesem Thema hat dazu geführt dass wir ab September diesen Jahres, unseren Functional Trainings Bereich stärker ausbauen und auch losgelöst von unseren klassischen Wassersportveranstaltungen Workshops und Events zu diesem Thema anbieten werden.

Bis zum Kick Off Event vom 02.09. – 05.09. auf Mallorca, wollen wir nun die Gelegenheit nutzen Euch mit Informationen zu diesem Thema zu versorgen und hoffen somit ein wenig dazu beitragen zu können, Funktionales Training besser verstehen zu lernen und natürlich Eure Lust zu wecken auf Mallorca mit dabei zu sein!

Use it or loose it...

Um den Hintergrund des funktionellen Trainings, bzw. natürlicher Bewegungsmuster, zu verstehen, hilft es einen „kurzen“ Blick zurück zu werfen.

Evolutionsgeschichtlich betrachtet, entwickelte sich unsere heutige Anatomie in direkter Beziehung zur jeweiligen Funktionalität und die Fähigkeit uns anzupassen hat uns zu dem gemacht was wir heute sind – Menschen.

Aus anfänglichen Notwendigkeiten  (überleben) entwickelten sich Kompetenzen die sich durch den Überlebenswillen über viele Tausende von Jahren zu festen Bestandteilen des menschlichen Könnens entwickelte.

Die Urtriebe wie Hunger, Fortpflanzung und Angst waren Grundvoraussetzungen für diese Adaption. Als „Sammler und Jäger“ benötigten wir neben dem Gebrauch von Werkzeugen auch die menschlichen Grundbewegungsmuster wie gehen, rennen, klettern, springen, werfen, kriechen oder schleppen.  Je häufiger wir diese Fähigkeiten anwendeten (trainierten) desto besser funktionierten sie und wurden als neuronale Muster (Gewohnheiten) in unserem Gehirn abgespeichert. 

Das erste funktionelle Trainingskonzept war geboren.

Nun können Anpassungsprozesse leider Segen und Fluch zugleich bedeuten.  Getreu dem Motto „use it or loose it“ verlieren heutzutage immer mehr Menschen natürliche Fähigkeiten wie Springen, Rennen oder Werfen, schlicht weil Sie  in unserem heutigen Alltag häufig keine Rolle mehr spielen.  Dies geht soweit dass ein großer Teil der erwachsenen Menschen heutzutage nicht mehr in der Lage ist körpergerecht (anatomisch korrekt) zu stehen, geschweige denn zu gehen oder zu rennen. Hand aufs Herz: Wem tun nach dem Joggen schon mal die Knie weh?

Wir rennen um zu überleben, klettern um Nahrung zu sammeln,  und laufen um uns fortzubewegen.

Und heute?

Wir sitzen um zu arbeiten, wir sitzen um von A nach B zu kommen und wir sitzen um uns nach der Arbeit vom Stress zu erholen. Viele der so genannten Zivilisationskrankheiten finden hier Ihren Ursprung.

Nun bedeutet funktionell zu trainieren nicht, dass wir im Wald jagen, Steine werfen oder auf Bäume klettern müssen. Vereinfacht ausgedrückt geht es vielmehr darum, Bewegungen wieder in Ihrer Ursprünglichkeit  und Komplexität zu verstehen und zu trainieren.

Der britische Neurologe John Hughlings Jackson sagte,

„Das Gehirn kennt keine Muskeln. Es kennt nur Bewegungen“

Funktionelles Training beschäftigt sich allgemein betrachtet mit der ganzheitlichen Ausbildung und Verbesserung aller funktionalen Bewegungen und ist somit eine  Grundlage sportlicher Leistungsfähigkeit und aktiver Verletzungsprophylaxe. 

Literaturverweis: CFT 1 – Perform Better - Evolution

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